Definition:
Teilleistungen sind kleinste Bausteine
des höheren Denkens.Sie haben mit Prozessen zu tun, die notwendig sind
um Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten,zu speichern und wiederzuverwenden.
Bei manchen Kinder sind manche dieser Fähigkeiten weniger weit entwickelt
als bei Gleichaltrigen. Ist dies der Fall spricht man von einer
Teilleistungsschwäche (TLS).
Bei Vorschulkindern wird dies z. B .in Form einer Sprachentwicklungsstörung
oder in Form von sozialen Schwierigkeiten (z. B.: kann sich nicht in eine
Gruppe einordnen) sichtbar.
Bei Schulkindern findet man die Symptome der TLS oft in Form von Lese- und
Rechtschreibschwäche (Legasthenie) oder in Form einer Rechenschwäche (Dyskalkulie).
Teilleistungsschwäche:
Die meisten Leistungsprobleme in der
Schulanfänger hängen in geringer Anzahl ursächlichmit emotionalen
Störungen zusammen. Ein großer Prozentsatz der Schulanfänger
weist ein Defizit im Erbringen von Teilleistungen auf. Wobei diese Teilleistungen
sich in verschiedenen schulischen Fächern manifestieren können(Leseprobleme,
Rechenprobleme, Zahlenauffassung, Rechtschreibfehler, Konzentrationsschwäche
etc.). Diese Schwächen offenbaren sich unabhängig von der Intelligenz
der Betroffenen.
Hinweise auf Teilleistungsprobleme sind:
- Buchstaben werden verwechselt
- Abschreiben eines Textes bereitet größere Probleme
- Probleme mit dem 1x1
- Probleme mit den Erfassen von Regeln
- Probleme im sozialen Verhalten (Kontakte zu Mitschülern, Lehrern)
- Leichte Ablenkbarkeit, Unkonzentriertheit, Zeit vertrödeln
Stress, Unbehagen, Verhaltensauffälligkeiten,
Lernunlust, Verweigerung sind die vorhersehbaren Folgen.