Dr. Brigitte Löw

Klinische Psychologin

Teilleistung


Definition:

Teilleistungen sind kleinste Bausteine des höheren Denkens.Sie haben mit Prozessen zu tun, die notwendig sind um Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten,zu speichern und wiederzuverwenden. Bei manchen Kinder sind manche dieser Fähigkeiten weniger weit entwickelt als bei Gleichaltrigen. Ist dies der Fall spricht man von einer Teilleistungsschwäche (TLS).

Bei Vorschulkindern wird dies z. B .in Form einer Sprachentwicklungsstörung oder in Form von sozialen Schwierigkeiten (z. B.: kann sich nicht in eine Gruppe einordnen) sichtbar.

Bei Schulkindern findet man die Symptome der TLS oft in Form von Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie) oder in Form einer Rechenschwäche (Dyskalkulie).


Teilleistungsschwäche:

Die meisten Leistungsprobleme in der Schulanfänger hängen in geringer Anzahl ursächlichmit emotionalen Störungen zusammen. Ein großer Prozentsatz der Schulanfänger weist ein Defizit im Erbringen von Teilleistungen auf. Wobei diese Teilleistungen sich in verschiedenen schulischen Fächern manifestieren können(Leseprobleme, Rechenprobleme, Zahlenauffassung, Rechtschreibfehler, Konzentrationsschwäche etc.). Diese Schwächen offenbaren sich unabhängig von der Intelligenz der Betroffenen.


Hinweise auf Teilleistungsprobleme sind:


  • Buchstaben werden verwechselt
  • Abschreiben eines Textes bereitet größere Probleme
  • Probleme mit dem 1x1
  • Probleme mit den Erfassen von Regeln
  • Probleme im sozialen Verhalten (Kontakte zu Mitschülern, Lehrern)
  • Leichte Ablenkbarkeit, Unkonzentriertheit, Zeit vertrödeln

Stress, Unbehagen, Verhaltensauffälligkeiten, Lernunlust, Verweigerung sind die vorhersehbaren Folgen.